Haus der Bayerischen Landwirtschaft Herrsching

Willkommen

Frauenpower Made in Africa.

Die Grünen Innovationszentren laden weibliche Führungskräfte nach Bayern ein.

 

 „Educate a man and you educate an individual. But educate a woman and you educate a nation!“ mit diesen Worten fasste Augustina Akota aus Ghana das zentrale Anliegen des Internationalen Seminars für weibliche Führungskräfte in ländlichen Regionen zusammen.

 

Zwischen dem 8. und 26. August trafen sich 56 Frauen aus 13 afrikanischen Ländern und Indien, um Erfahrungen über ihre Rolle als Führungspersönlichkeiten auszutauschen und neues Wissen zu erlangen – und somit ihre Rollen als Führungskräfte, Unternehmerinnen und Vorbilder in ihren Heimatländern zu stärken. Das Seminar fand im Internationalen Bildungs- und Begegnungszentrum der GIZ in Feldafing sowie im Haus der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching statt. Die Inhalte drehten sich um Organisationsformen im ländlichen Raum, unternehmerische Kompetenzen, Wertschöpfungsketten und Führungskompetenzen. Die Frauen  besuchten auch verschiedene Bauernhöfe und Unternehmen im ländlichen Raum, um die Praxis kennenzulernen.

 

In der Gruppe begegneten sich Frauen mit unterschiedlichen Sprachen, Dialekten, Religionen, Kulturen, Werten und Normen. Bereits die Vielfalt der Kleidung – von Businessoutfits über traditionelle Gewänder – zeigte das breite Spektrum der hier Versammelten. Sie alle hatten jedoch einen gemeinsamen Nenner: nämlich den Status als Frau mit großer Verantwortung! Zum Beispiel Emna Gouadria, eine 27-jährige Unternehmerin aus Tunesien: „Mein Vater verstarb vor einigen Jahren und vermachte meinen Brüdern und mir seine Olivenöl-Manufaktur. Meine Brüder arbeiten jetzt in Kanada und den USA, ich will aber bleiben und die Olivenöl-Produktion weiterführen, auch wenn es schwierig ist.

 

In den traditionell von Männern dominierten Gesellschaften haben viele der Frauen immer wieder mit Herausforderungen zu kämpfen. Wie geht Felicite Kambou Yaneigo, die Leiterin einer Kooperative in Burkina Faso damit um? „Als ich davon hörte, dass meine ehemalige Kooperative große Probleme hat, war klar, dass ich zurück aufs Land musste. Mein Ehemann hat sich sehr dagegen gewehrt, aber das hat mich nicht interessiert. In der Kooperative gab es viele neue Mitglieder, die ein großes Problem damit hatten, unter einer Frau zu arbeiten. Doch die ersten Erfolge gaben mir Recht und schnell erntete ich den Respekt der Bauern und Produzenten. Später hat auch mein Ehemann eingesehen, dass meine Arbeit in der Kooperative wichtig ist und zog von der Hauptstadt zu mir aufs Land.

 

Neben den vielen Diskussionsrunden, Trainings und Ausflügen war das eigentliche Highlight des Seminars die Vernetzung – sei es beim gemeinsamen Abendessen, beim Zumba tanzen oder beim Kegelabend. Gegen Ende des Seminars gründeten die Teilnehmerinnen eine WhatsApp-Gruppe, um auch nach dem Seminar in Kontakt zu bleiben, die neuen Freundschaften zu pflegen und den Austausch weiterzuführen.

 

Dr. Beatrice Amondi Osumbah vom Bukura Agriculture College in Kenia  fasste den Erfolg der Studienreise in bewegenden Worte zusammen: „You did not only open your wallets, but also your hands, hearts and minds to draw us towards realization of one world no hunger.”

 

Autorenschaft: GIZ

Foto: Luis Fisser

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