Haus der Bayerischen Landwirtschaft Herrsching

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Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching feiert Jahrestag

Am 16. Dezember feierte das Haus der bayerischen Landwirtschaft seinen diesjährigen Jahrestag mit etwa 200 geladenen Gästen. Festredner war Udo Hahn, Direktor der evangelischen Akademie in Tutzing. Neben ihm kamen auch die Grundkurse aus den Jahren 1966, 1976, 1986 und 2016 zu Wort.

 

Gunther Strobl begrüßte die Gäste des Jahrestages und stellte den Auftrag des Hauses als Ort der Bildung und Begegnung in den Mittelpunkt. „Für uns bedeutet das, Menschen zu stärken und ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, ihren eigenen Weg zu finden, sich zu vernetzen und auszutauschen, die Perspektive des Gegenübers wahrzunehmen und zu akzeptieren.

 

Präsident Walter Heidl betonte in seinem Grußwort vor allem die Leistung der Landwirte, was das ehrenamtliche Engagement und die Pflege und Gestaltung der Heimat angehe. Sie seien diejenigen, die den ländlichen Raum prägten. Es war die Überleitung zu den Beiträgen aus den früheren Grundkursen. Georg Böhm, der für den Grundkurs 1976 sprach, schlug ebenfalls den Bogen von der Bildungsarbeit zur Gestaltung der Heimat:

 

„Ich hatte im Landwirtschaftlichen Wochenblatt  so viel Positives von der Bauernschule gelesen, dass ich unbedingt hin wollte“, so erzählte er. Ich erinnere mich an hochkarätige Referenten, an Rhetorik mit Videokamera und an den Vortrag ‚Bauen und bewahren auf dem Land‘“, so Böhm. „Der Besuch des Grundkurses hatte wesentlichen Einfluss auf mein späteres Leben. Hier habe ich gelernt, mitzureden und mitzugestalten und durch stichhaltige Argumente zu überzeugen.“

Heimat und Werte bieten Orientierung in schwierigen Zeiten

 

Heimat und Werte seien in den momentanen bewegten Zeiten zentrale Begriffe, so der Festredner Udo Hahn. Mehr und mehr entwickle sich unsere Welt zum „global village“, einem globalen Dorf. Umso wichtiger sei eine Gemeinschaft, die Werte lebe und Heimat gestalte.  Der Auftrag eines Bildungshauses sei es, beides zu vermitteln, Menschen zum „selber denken“ zu befähigen und Orientierung zu bieten.  „Wir müssen selbstkritisch schauen, wie wir mit den eigenen Werten umgehen“, so der Redner, „gerade in einer Welt, in der die Vielfalt zum Zusammenleben gehört.“

 

Integration sei eine wichtige Antwort auf zentrale Fragen unserer Gesellschaft. Die Reformation, das Zeitalter des Humanismus und der Aufklärung waren prägend für das christlich-jüdische Abendland. Werte wie die Freiheit des Einzelnen und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, die auch im Grundgesetz fest verankert seien, würden momentan durch gezielten Terror angegriffen. „Ich bin der festen Überzeugung, dass nur eine offene und tolerante Gesellschaft zukunftsfähig ist“, so Udo Hahn. „Wir brauchen Menschen mit Zivilcourage. Das heißt jeder Einzelne muss mehr Verantwortung in unserer Gesellschaft übernehmen.“  Es brauche mutige Bürger und eine aktive Zivilgesellschaft, die an der Integration des Einzelnen mitwirke, damit Heimat erhalten bleibe.

 

Autorin: Tanja Kodisch-Kraft

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