Haus der Bayerischen Landwirtschaft Herrsching

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Joseph von Hazzi – zum 175. Todestag

Auf den Spuren des Aufklärers, Agrar- und Forstpolitikers …

Joseph Ritter von Hazzi (* 12. Februar 1768; † 20. Mai 1845) teilt das Schicksal vieler einst bedeutender Persönlichkeiten. Sie geraten in Vergessenheit. Geboren in Abensberg als einfacher Maurersohn führte ihn sein Weg über München nach Ingolstadt, wo er das Studium der Rechtswissenschaften erfolgreich abschloss. Er trat in den Verwaltungsdienst ein. Oft war er seiner Zeit voraus. 1799 scheiterte er mit seinen Vorschlägen zum Bau eines Main-Donau-Kanals. Gebaut wurde der schließlich doch, wenn auch fast 200 Jahre später. Hazzi hatte Visionen und verfolgte seine Ziele mit Nachdruck. So war er treibende Kraft bei der Etablierung der Seidenzucht in Bayern, die man über 100 Jahre pflegte. Die Maulbeerbäume, die als Nahrung der Seidenraupen dienen, mögen es allerdings ein bisschen wärmer. In Zeiten des Klimawandels fast schon wieder ein Thema. 

Zahlreiche Dienstreisen, die Hazzi durch ganz Deutschland und später auch Europa führten, nutzte er, um sich umfangreiche Notizen zu Land und Leuten zu machen. Mit seinen „Statistischen Aufschlüssen über das Herzogtum Bayern“ verfasste er eine der umfassendsten Landesbeschreibungen. Dem aufmerksamen Beobachter entging nichts. Sogar eine Sammlung von „Schnaderhüpfln“ nahm er mit auf. Unter Hazzis Federführung entstand die erste exakte Landkarte Bayerns. Er schrieb zahlreiche Bücher – das handschriftliche Manuskript zu seinem 1818 erschienenen Werk zur Güterarrondierung ist ein Schmuckstück unserer Agrarhistorischen Bibliothek.

Der Landwirtschaftliche Verein in Bayern und mit ihm Hazzi als Mitglied im General Comité hatte sich die „Beförderung der praktischen Landwirtschaft“ auf die Fahne geschrieben. Was gibt es dazu Besseres als Feste mit Ausstellungen und Prämierungen zu organisieren, wie die damals noch jährlich stattfindenden Zentralen Landwirtschaftsfeste auf der Theresienwiese. Fast vergessen ist heute, dass deren Beliebtheit maßgeblich zum Erfolg des heutigen Oktoberfests beitrug. Von 1818 – 1835 zeichnete sich Hazzi für das Wochenblatt des Landwirtschaftlichen Vereins in Bayern – heute Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt mit einer Auflage von fast 100.000 – verantwortlich und verfasste in dieser Eigenschaft unzählige Fachbeiträge. Während dieser Zeit setzte er sich auch intensiv für die Bildung der ländlichen Bevölkerung ein. Seiner Hartnäckigkeit war es zu verdanken, dass die staatlichen Kunst- und Wissenschaftssammlungen trotz erheblichen Widerstandes des Generalkonservatoriums der Museen für das „gemeine Volk“ geöffnet wurden.

Mehr zu Hazzi und anderen bedeutenden Persönlichkeiten finden Sie in der Agrarhistorischen Bibliothek. Schauen Sie doch mal vorbei!

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