Landwirtschaft 2040 in Bayern - unsere Zukunft gestalten

Präsentation über ein Online Tool

Herrsching im Gespräch mit Anneliese Göller und Walter Heidl

Am 30.06.21 wurde angeregt und leidenschaftlich über das Diskussionspapier „Landwirtschaft 2040 in Bayern“ des Bayerischen Bauernverbandes diskutiert. Die Moderatorinnen Charlotte Hörner und Angela Kraus begrüßten als Gesprächsgäste die Landesbäuerin Anneliese Göller, den BBV Präsidenten Walter Heidl und den Junglandwirt Peter Schöllhorn aus Betzigau.

Als Einstieg erklärte Frau Göller, dass niemand die Zukunft vorhersagen kann, aber über mögliche Szenarien sollte diskutiert werden. Den Landesbäuerinnen ist es ein Anliegen, sich mit der Zukunft der Landwirtschaft zu befassen, sie mit zu gestalten und auszurichten. Sie ist der Überzeugung, dass die zentrale Bedeutung der Landwirtschaft für unsere Ernährung, den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und eine lebenswerte Zukunft, eine gemeinsame Kraftanstrengung nicht nur rechtfertigt, sie sogar notwendig macht.

In seinem Einstiegsimpuls erläuterte Herr Heidl, dass sich die Bevölkerung im Vergleich zu früher, verstärkt von der Landwirtschaft entfernt hat. Infolgedessen sind nicht nur Diskurse innerhalb der Landwirtschaft notwendig, sondern gerade der Dialog mit der Gesellschaft, der Politik, sowie den Medien sind von grundlegender Bedeutung. Durch die gemeinsame Kommunikation entsteht ein größeres und besseres Verständnis für die Arbeit in der Landwirtschaft. Gerade die Digitalisierung ist ein wichtiger Schlüssel für die Zukunft der Landwirtschaft. Auch hielt er fest, dass das Bewusstsein geweckt werden muss, dass die Landwirtschaft von globalen Krisen, Klimawandel, Wasserknappheit nicht nur betroffen, sondern auch Teil der Lösung ist.Nach den interessanten Einstiegsimpulsen hatten neben Peter Schöllhorn auch die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihre Statements zu geben.

Auf die Frage von Peter Schöllhorn wie der Einstieg der jungen Landwirte*innen in die Landwirtschaft erleichtert werden kann, wenn die Landwirtschaft immer kapitalintensiver wird, betonte Herr Heidl, dass der Fokus auf den Starthilfen, der Ausbildungsförderung der jungen Landwirte*innen liegt. Ziel ist es, dass junge Landwirte*innen gemeinsam mit ihren Familien, mit neuen Ideen ein Geschäftsfeld entwickeln, das funktioniert.

 

Eine offene Gesprächsrunde
Live im Haus der bayerischen Landwirtschaft: Charlotte Hörner, Angela Kraus und Peter Schöllhorn

Der ehemalige bayerische Landtagspräsident Alois Glück und Josef Miller, Staatsminister a.D.,  waren als Teilnehmer zugeschaltet und bereicherten die Diskussion mit ihren Wortmeldungen und Impulsen.

Herr Miller begrüßte, dass der Bauerverband in die Offensive geht, gesprächsbereit ist und sich der Diskussion stellt. Die Landwirtschaft muss kommunizieren, dass sie zur Veränderung und Mitarbeit bereit ist und sollte die Führung in der Kommunikation übernehmen. Und er merkte an, dass in den 10 Thesen nicht nur die Anliegen der Landwirte*innen, sondern auch das Gemeinwohl der Gesellschaft miteingeschlossen ist.

Laut Herr Glück stellen die Thesen eine gute Basis für Diskussionen mit der breiten Öffentlichkeit dar. Sie stehen für Impulse und für einen gemeinsamen Weg. Für ihn ist auch die Digitalisierung eine zentrale Strategie für neue Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven. Zudem ging er darauf ein, dass eine Klimaneutralität nicht ohne Land- und Forstwirtschaft möglich ist.

Mit einer Handbewegung, in der sich beide Hände aufeinander zu bewegten und sich berührten, symbolisierte Frau Hörner, für sie treffend, das Ziel der 10 Thesen: Landwirtschaft, Gesellschaft und die Politik, die sich näher kommen.

Frau Göller lud ein, auf der Seite https://www.landwirtschaft-2040.de/ weiter mitzudiskutieren. Die zahlreiche Beteiligung und viele interessante Fragen geben Anlass für weitere Gespräche.