Haus der Bayerischen Landwirtschaft Herrsching

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Wie kam es eigentlich zum Herrschinger Grundkurs?

Der Urvater der ländlichen Heimvolkshochschulen ist Nikolai Severin Frederik Grundtvig.

Auch das Haus der bayerischen Landwirtschaft Herrsching ist im Ursprung eine Heimvolkshochschule und geht somit auf den Aufklärer, Theologen,  Politiker und Pädagogen Nikolai Severin Frederik Grundtvig (1783-1872) zurück. Dieser gründete mit Hilfe von Gleichgesinnten im Jahre 1844 die erste Heimvolkshochschule in Rødding, damals Dänemark. Besonders die ländlichen Räume sollten von diesem Bildungsangebot für alle Altersgruppen profitieren. Die fortan mündigen Bürgerinnen und Bürger eigneten sich dort neben praktischem meist landwirtschaftlich geprägtem Wissen, einen Grundstock in Geschichte, Philosophie und Politik an. Das große Ziel dahinter war die Stärkung der damals noch in den Kinderschuhen befindlichen demokratischen Ordnung. Erst später breitete sich die Heimvolkshochschulbewegung auch in deutschen Gebieten aus. Von Beginn an jedoch waren die Kurse sehr auf das Kennenlernen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander ausgelegt, wodurch die Heimvolkshochschulen zu Schöpfungs- und Begegnungszentren einer gemeinsamen Identität aufstiegen. Das Besondere: es gab keine formalen Zugangsvoraussetzungen und keine Prüfungen; jeder konnte teilnehmen. Dem gesprochenen Wort und insbesondere dem gemeinsamen Singen kam und kommt auch heute noch eine besondere Bedeutung zu. Man verbringt und gestaltet seine Zeit gemeinsam. Auf diese Weise entstehen Netzwerke und Freundschaften fürs Leben!

Gemeinhin steht der Name Grundtvig für lebenslanges Lernen, sodass auch ein Förderprogramm der Europäischen Union zu diesem Zwecke nach ihm benannt wurde. Schulen, die in seinem Geiste geprägt sind, arbeiten zuvorderst nach folgendem Leitsatz: Leben und lernen unter einem Dach – und dieses Lernen ist geprägt von Freiwilligkeit, dem Engagement und der Eigenverantwortlichkeit der Teilnehmenden! Erhalten geblieben ist bis heute auch der konkrete Bezug zur Lebenswelt der Teilnehmenden: „eine Schule, nicht für die Schule, sondern für das Leben“ (frei übersetzt nach N.S.F. Grundtvig).

Worin besteht die Aktualität des Bildungsansatzes von Grundtvig heute?

  • Der Lebensweltbezug im Gegensatz zu abstraktem Buchwissen
  • Lernen „auf Augenhöhe“ und im Gespräch: jeder Teilnehmende und Lehrer wird in seiner Individualität und Mündigkeit geachtet
  • Das Lernen im Team, die Orientierung am Gemeinwohl, die Partizipation aller Teilnehmenden
  • Der Aspekt des lebenslangen Lernens
  • Das Bildungsangebot wendet sich an alle Schichten
  • Das produktive Wechselverhältnis von Bildung und Selbstbildung / Persönlichkeitsentwicklung
  • Das Prinzip der Freiwilligkeit

Für weiterführende Informationen zum Thema empfehlen wir Ihnen dieses Video.

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Herrschinger Grundkurs 2021

05.01.-19.03.21

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